ÖKOLOGIE

Der FC Muhen ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Aus diesem Grunde haben wir auf die Diskussion bezüglich der Umweltverträglichkeit des Kunstrasens reagiert und gemeinsam mit dem Gemeinderat beschlossen, die unverfüllte Kunstrasenvariante umzusetzen.

Der Artikel im Blick vom Dezember2018 hat diese Diskussion erst ins Rollen gebracht. Der Artikel basierte allerdings auf alten Fakten und bezog sich auf Kunstrasenplätze, welche bereits seit mehreren Jahren in Betrieb sind. Der Artikel wurde einige Tage später auch relativiert. Leider nicht mit der medialen Präsenz wie der ursprüngliche Artikel.

Die Technologie im Bereich Kunstrasen hat sich in den letzten Jahren, wie in vielen anderen Bereichen auch, massiv weiterentwickelt. Kunstrasenplätze von heute können ökologisch nicht mehr mit den Plätzen verglichen werden, welche noch vor 5 Jahren gebaut wurden. So wurde beispielsweise das Gummigranulat früher aus alten Gummipneus hergestellt. Heute wird das Gummigranulat aus wiederverwertbarem Kunststoff dediziert hergestellt. Auch der Unterbau und die eigentlichen Halme werden nach strengen Normen und Vorgaben umweltfreundlich produziert und können vollständig wiederverwertet werden.

Durch die Wahl der unverfüllten Technologie entfallen rund 60 Tonnen Gummigranulat zu Beginn und nochmals ungefähr 3-5 Tonnen pro Jahr. Auch der Mikroabrieb der einzelnen Fasern wurde immer weiter verringert. Alle Fasern sind UV stabil und extrem stabil und können bei der Benutzung nicht zerfallen. Der Kunstrasen muss einen extrem harten Test bestehen, den Lisportest. Dort wird mit einer Noppenwalze aus Metall rund 200‘000 Mal doppelt über den Rasen gefahren. Dies simuliert in etwa 10 Jahre Benutzung, bzw. simuliert den Verschleiss. Die Faser darf bei diesem Test nicht zerspleissen und muss intakt bleiben. Nach 10 Jahren wird der Teppich, die oberste Schicht, gewechselt. Somit ist die Wahrscheinlichkeit von Microplastik der in die Umwelt gerät sehr klein. In den Untergrund können keine Partikel gelangen. Mit der unverfüllten Variante entfällt die befürchtete Belastung der naheliegenden Suhre.

Bei der Auswahl des zum Einsatz kommenden Produkts legt sowohl der FC Muhen wie auch der Gemeinderat sehr viel Wert darauf, dass das eingesetzte Produkt nach strengsten ökologischen Richtlinien produziert und am Ende der Lebensdauer möglichst vollständig wiederverwertet werden kann. Die Ausschreibung beim Kunstrasen berücksichtigt die chemische Zusammensetzung des Rasens. Dies muss mit einem Attest bewiesen werden und den Schweizer Normen entsprechen. Alle Produkte die diese Richtwerte nicht einhalten werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Es werden nur unverfüllte Produkte zugelassen. Schweizer Produkte sind hier führend.

Ein Naturrasenplatz fällt in der Ökobilanz über eine Betriebszeit von 30+ Jahren nicht besser aus als die favorisierte unverfüllte Kunstrasenvariante. Der Rasen muss maschinell ein bis zwei Mal in der Woche gemäht werden. In den Sommermonaten muss er gewässert werden, damit er nicht kaputt geht und er benötigt grosse Mengen von Dünger. Da Unkraut, Klee und Insekten den Platz kaputt machen, wird Gift gespritzt und die Linien müssen mit Farbe gezeichnet werden. Dünger, Gift und Farbe für die Linien können durch den Regen oder die Bewässerung ebenso in die Suhre gelangen. All dies benötigt viel Aufwand und kostet Geld.

Mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Basis eines unverfüllten Aufbaus wird für das Projekt Erneuerung / Vergrösserung des Sportplatzes Breite die ökologisch sinnvollste Variante realisiert.

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